Ich Freue mich über kleine Dinge…

In diesen seltsamen und irgendwie beängstigenden Zeiten-

(Dieser Beitrag enthält möglicherweise Werbung, weil ich ANleitung und Stoffquelle nenne…)

… bin ich dankbar, dass die Sonne scheint, dass ich mit meinen Kindern auch schöne Stunden verbringe, dass wir den letzten Sandkasten im Baumarkt bekommen haben, über eine halbe Stunde strickend im Liegestuhl, während die Kinder zufrieden buddeln…

Und auch über dieses Shirt, mit dem ich mich ein paar abendliche Stunden von Grübeleien abgelenkt habe….

Modell Nr. 4 Shirt Minon aus dem Lillestoff Magazin Nr.4 vom Winter 2019. Als Stoff empfohlen war Modal. Ich habe bei „Der Stoff“ ein Modal/Viscose Gemisch erstanden. Beides scheint ja aus pflanzlichen Fasern zu bestehen. Das Material trägt sich sehr angenehm, war aber doch ungewohnt zu verarbeiten, und ich habe mich die ganze Zeit nach dem nächsten Webware Projekt gesehnt…

Ich war vor allem von dem Ausschnitt angetan. Von Außen sieht es ganz okay aus, aber zum Glück seht ihr die Innenseite nicht… 😉 Ich hab da einige Anläufe gemacht, mehrfach getrennt, und es dann irgendwann so gelassen.

Die Ärmel sind weit geschnitten und werden durch die Biesen unten enger. Dann wird am Bündchen noch mit einem Gummiband gerafft. Ungewohnt erstmal, die Weite an den Ärmeln, aber es gefällt mir bei diesem Shirt. Die ganzen Fäden der Biesen mussten allerdings einzeln nach innen gezogen, und dann verknotet werden! Aber ich wollte ja Ablenkung…

Genäht habe ich in Größe 36, und noch 2 cm Länge dazugegeben.

Sehr Dankbar bin ich auch für unsere Balkonoase! Die ermöglicht es, in der Abendsonne ein paar Outdoorfotos zu machen.

Ich hätte da übrigens noch etwas, vielleicht interessiert euch das:

Ich habe ja einen Job der systemrelevant ist-Ergotherapeutin im Pflegeheim. Um so wichtiger, da meine hochbetagten Bewohner keinen Besuch mehr empfangen können. Wie überall ist die Schutzausrüstung knapp… Ich gehe jetzt in Massenprodukktion. (Falls ihr Jemad kennt, der sich in diesen Tagen langweilt, wir bräuchten noch so 200 Stück… ;-)) Allerdings habe ich gemerkt: Beim Nähen der Dinger kann man nicht soooo gut abschalten…

Ich trage den Mundschutz seit einer Woche regelmäßig, auch auf dem Weg zur Arbeit (in Bus und Bahn). Ich schütze damit wohl eher die Anderen, als mich selber… Aber vielleicht hat es Symbolcharakter? Und es fühlt sich zumindest ganz gut an. Auf keinen Fall sollte man derzeit für den normalen Eigenbedarf Produkte verwenden, die an anderer Stelle dringend gebraucht werden! Ich verwende zwei dünne Baumwollstoffe und lege noch ein dünnes Stück Vlies ein… Wichtig ist auch der eingenähte Draht oben.

Da es jetzt einige Nachfragen gab: Ich habe nach dieser Anleitung genäht, aber das Netz ist inzwischen voll davon! Ich habe unseren Blumendraht von den Balkonpflanzen verwendet. Die Enden habe ich umgebogen, damit sie sich beim Waschen (60 Grad) nicht durchbohren. Die Mundschutze gebe ich dazu in ein Wäschenetz, damit die Bänder nicht so vertüddeln. Ich habe diesen Vlies verwendet, denke aber zwei oder drei lagen Baumwolle tun es auch… Das ganze ist keine wirkliche Alternative zu richtiger Schutzausrüstung. Es gibt allerdings einen interessanten Podcast Beitrag (30 Minuten) von Virologe Drosten zu diesem Thema…

Da wir ganz dringend auch Dinge zum Schmunzeln brauchen – zum Abschluß noch dies:

Bleibt gesund, und wenn es geht auch mal fröhlich zwischendurch!!!

Liebe Grüße, Sarah

Du für dich am Donnerstag

Show me what you love

Autor: Sarah Heib

Wenn du bei mir kommentierst freue ich mich riesig und du erklärst dich gleichzeitig mit der Speicherung deiner Daten durch diese Webseite einverstanden. Näheres findest du unter der Datenschutzerklärung. Heibchenweise ist: Eine "Hamburger Deern" mit Nähleidenschaft. Bisher hab ich viel für meine zwei Kinder genäht, und seit Kurzem entdeckt, wie toll es ist für mich selber zu nähen. Der Blog hätte auch gut den Titel "Scheibchenweise" tragen können: Hier sind Scheb und Heib kreativ. Für uns eine tolle Möglichkeit unsere (nach Kind Nr.2 spärliche) Freizeit kreativ zusammen zu bringen... Die Fotos macht also der Mann, und da ergibt sich der ein oder andere Familienausflug daraus. Warum bloggen? Wenn ich einen neuen Schnitt ausprobiere schaue ich gerne wie es anderen damit erging und würde meine Erfahrungen auch gerne teilen... Man lernt nie aus! Und das ist schön... Also viel Spaß

10 Gedanken zu „Ich Freue mich über kleine Dinge…“

  1. Hallo Sarah, das Shirt ist toll geworden und steht dir super! Die Mühe mit den Biesen hat sich wirklich gelohnt.
    Ich wünsche dir, dass du auch weiter beim Kreativsein ein wenig abschalten kannst in diesen Tagen.
    Ganz liebe Grüße
    Heike

  2. Liebe Sarah, schön von dir zu lesen, auch dass du das Thema, das uns derzeit alle betrifft und vermutlich noch eine ganze lange Weile betreffen wird, nicht einfach übergehst. Diese Maske sieht recht banal zu nähen aus, aber was für einen Draht hast du eingenäht? Was meinst du mit Vlies? Ich habe noch in Erinnerung, dass im Januar als der Run auf Masken losging (und täglich mehrere Maschinen aus China landeten) im TV gesagt wurde, dass normale Masken überflüssig seien und man sowas nicht brauchen würde wenn man nicht im medizinischen Bereich tätig ist (oder wie du in der Altenpflege)? Vielleicht habe ich das selektiv wahrgenommen oder einen neuen Stand verpasst? Wir sind gerade mitten in den Abiturprüfungen, da kann das passieren. LG und alles gute nach HH

  3. Liebe Sara, welches Schnittmuster hast Du für die Masken verwendet? Mal sehen was ich machen kann. Danke, dass Du diesen Job machst, danke dass Du Dich nicht unterkriegen lässt. Alles Gute, bleib tapfer und bleib gesund! Liebe Grüße, Gabi

  4. Das Oberteil war schon auf dem Kleiderbügel schön, aber erst mit den Tragefotos kommen die ganzen Details zur Geltung! Der Ausschnitt gefällt mir besonders gut! Für den Fall, dass unser Nähwochenende doch stattfindet, bitte die Zeitschrift mitbringen. 😛
    Ansonsten hoffe ich, dass wir uns bald wieder sehen!! Bis dahin fühl dich ganz fest umarmt! Sue

  5. Tolles Shirt! Der Ausschnitt ist auf jeden Fall mal wieder etwas anderes und Biesen an den Ärmeln hab ich überhaupt noch nie gesehen 😉
    Hab gestern meine erste Maske genäht, in Österreich dürfen wir ab sofort nur mehr mit Maske einkaufen, ich schätze das wird in den nächsten Wochen noch ausgeweitet, somit wird dann auch bei uns der Bedarf wachsen.

    LG Karin

  6. Nun auch endlich noch mein Lob für das süße kleine Shirt. Der Stoff ist zauberhaft und es steht Dir so gut. Ich habe hier übrigens auch nur eine einzige Maskennähaktion gestartet und 25 Stück für ein Frauenhaus genäht. Mir ging es da wie Dir, ich konnte nicht abschalten und will doch eigentlich bei meinem Hobby in meine eigene Welt abtauchen. Deshalb habe ich schnell ein weitere Osternähprojekt in Angriff genommen (und inzwischen auch beendet). Ich schaffe die nächsten Tage bestimmt mal einen Blogpost dazu…
    Liebe Grüße von Ina

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